Marine Litter

Schwerpunkte

Die Vermüllung der Weltmeere stellt ein wachsendes Problem dar, das in den letzten Jahren zunehmend in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt ist. Die Kunststoffindustrie glaubt, dass Kunststoffe eine wertvolle Ressource sind, welche den modernen Gesellschaften zahlreiche Vorteile bringt und in bedeutendem Maße zu nachhaltigen Lösungen beiträgt. Sie verurteilt den Kunststoffabfall, der in der Umwelt vorgefunden wird, unabhängig davon, ob dies durch verantwortungsloses Verhalten oder durch schlechte Abfallwirtschaft verursacht wird.

Die Ursachen der Vermüllung der Weltmeere sind zahlreich und vielschichtig und lassen sich nicht alleine von einer einzigen Gruppe von Akteuren lösen. Als Industrie sind wir entschlossen, die Maßnahmen der unterschiedlichen Akteure gegen das Problem sowohl in Europa als auch auf internationaler Ebene voranzutreiben. Unabhängig vom Verursacher sind Kunststoffabfälle in jeder Umgebung inakzeptabel, und die Kunststoffindustrie hat sich verpflichtet, ihre Partnerschaften der Zusammenarbeit fortzusetzen, um das Problem an der Wurzel anzugehen.

Als Kunststoffbranche konzentrieren wir unsere Anstrengungen auf sekundäre Mikrokunststoffteile und den Granulatverlust, während wir für die anderen Mikropartikel eine breitere Allianz mit anderen Branchen wie der chemischen, der Textil-, Reifen-, Lacke- und Kosmetikindustrie über Verbände wie CEFIC geknüpft haben.

Lösungen gegen die Meeresvermüllung
 

2.3. MarineLitter_logo.pngUm eine Plattform für Maßnahmen zu schaffen, haben seit 2011 weltweit mehr als 74 Kunststoffverbände aus 40 Ländern die globale Erklärung zur Lösung der Meeresverschmutzung unterzeichnet.

Durch die Unterzeichnung der Erklärung hat sich jedes dieser Verbände freiwillig dazu verpflichtet, zusätzliche Verbesserungen einzuführen, um die Auswirkungen auf die Verschmutzung der Ozeane zu reduzieren, und zugestimmt, ihre Bemühungen auf die folgenden sechs Kernziele zu konzentrieren:

  • Das Bewusstsein stärken.
  • Fakten untersuchen.
  • Die besten Verfahren fördern.
  • Wissen weitergeben.
  • Die Rückgewinnung erweitern.
  • Granulatverluste verhindern.
     

Dem neuesten Fortschrittsbericht aus dem Jahr 2018 zufolge sind weltweit mehr als 355 Projekte zur Reduzierung der Meeresabfälle geplant, in der Umsetzung oder bereits abgeschlossen. Die Projekte unterscheiden sich in der Größe, dem Schwerpunkt und dem Umfang und binden eine stetig wachsende Anzahl von Partnern ein. Alle schmieden Kooperationen und unterstützen Fortschritte, um Meeresabfälle zu reduzieren und zu verhindern und das Verständnis darüber zu verbessern, wie er sich am besten beseitigen lässt.

Wenn Sie weitere Informationen hierzu wünschen, besuchen Sie die Website über Lösungen gegen die Vermüllung der Meere.

Operation Clean Sweep
 

2.3. OCS Logo.pngMit Blick auf den potenziellen Verlust der eigenen Vorproduktions-Kunststoffpellets der Industrie, achten PlasticsEurope und seine Mitgliedsunternehmen auf die Stärkung der Durchsetzung von Begleitprogrammen, insbesondere der Operation Clean Sweep®-Initiative. Das OCS-Programm fördert die ordentliche Einschließung des Granulats entlang der gesamten Kunststoffwertschöpfungskette.

Die Kunststoffindustrie fördert aktiv das Programm über Kunststoffhersteller, -verarbeiter und -vertreiber, Logistik- und Recyclingunternehmen und ihre entsprechenden Verbände. Denn dies erfordert einen umfassenden Wertschöpfungskettenansatz, der eine gemeinsame Anstrengung und Verpflichtung sein muss, um zum Erfolg zu führen.

Bis heute habe viele große, multinationale Kunststoffhersteller – darunter die Mehrheit der europäischen Produktion und Einrichtungen – das Operation Clean Sweep®-Versprechen unterzeichnet oder ähnliche Programme umgesetzt. Wir zählen 14 Verbände in Europa, die den Granulatverlust mit dedizierten Maßnahmen angehen. Und gemeinsam werden wir diese Zahl noch steigern.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf http://www.opcleansweep.eu

Andere Initiativen und Events von PlasticsEurope
 

Zusätzlich tragen weitere Initiativen von PlasticsEurope, wie Keine Kunststoffe in Deponien zu nachhaltigen Lösungen zur Bekämpfung der Meeresverschmutzung bei. Außerdem organisieren wir Stakeholder-Events, wie die Identiplast und POLYTALK, und wir fördern intensiv die Umsetzung von Lifecycle Thinking-Methodik-Tools, um bei der Eindämmung der Verluste von Kunststoffprodukten in die Umwelt zu helfen.